Das Warten auf das Ende der Reise

Senginuyava sitzt mitten im Stadion am Boden und drückt ihr jüngstes Kind, ein 6-Monate altes Mädchen an sich, die in ihrem farbenfrohen Kleid wie eine kleine Prinzessin aussieht. Sie und ihre Familie haben endlich die vorletzte Station auf ihrer langen Reise in die Sicherheit erreicht.

Senginuyava ist eine von mehr als 100,000 Flüchtlingen, die wegen der anhaltenden Gewalt aus Burundi geflohen sind. Tausende Flüchtlinge strömten nach Ruanda und in die Demokratische Republik Kongo – den größten Zustrom hat aber bislang Tansania zu verzeichnen. Für Senginuyava hat die Reise in die Stadt Kigoma in Tansania sehr lange gedauert. „Ich weiß es nicht mehr“ antwortet sie auf die Frage, wie lange sie schon unterwegs ist. „Ich glaube, ich habe mein Heimatdorf Mukagongo in Burundi vor einem Monat verlassen“

Senginuyava sitzt mitten im Stadion am Boden und drückt ihr jüngstes Kind, ein 6-Monate altes Mädchen an sich, die in ihrem farbenfrohen Kleid wie eine kleine Prinzessin aussieht. Sie und ihre Familie haben endlich die vorletzte Station auf ihrer langen Reise in die Sicherheit erreicht. Sie, ihr Mann und die vier Kinder sind jetzt im Registrierungszentrum, das in Kigoma’s Fußballstadion eingerichtet worden ist. Hier werden alle Flüchtlinge erfasst und warten auf den Transport in das Nyarugusu Flüchtlingslager.

Senginuyava umarmt ihre kleine Tochter Nischimue Dier. „ Wir sind gestern Abend um 5 Uhr hier angekommen. Mir wurde gesagt, wir würden morgen in das Flüchtlingslager gebracht werden“ sagt sie voller Hoffnung. Bis dahin werden sie in der Hitze auf den Aufruf ihrer Namen warten und darauf, dass die 150 Kilometer lange Busreise zum endgültigen Ziel beginnen kann.

Das Rote Kreuz Tanzania hilft den Flüchtlingen während ihrer gesamten Reise – von  der Grenze bis in das Flüchtlingslager. Im Registrierungszentrum, in dem sich ungefähr 2.000 Flüchtlinge aufhalten, bilden Freiwillige des Roten Kreuzes ein Erste-Hilfe-Team um zu gewährleisten, dass jede (r), dem es nicht gut geht, so schnell wie möglich behandelt werden kann.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung hat einen Spendenaufruf in Höhe von einer Million Schweizer Franken veröffentlicht, um das Rote Kreuz Tanzania bei seiner Arbeit in der aktuellen Krisensituation zu unterstützen. Ziel des Aufrufes ist es, 20.000 burundische Flüchtlinge durch die Zurverfügungstellung von medizinischer Nothilfe, Unterkunft, Wasser, sanitärer Anlagen sowie Gegenstände wie Decken und Kübeln zu unterstützen.

Das Rote Kreuz hilft auch Flüchtlingen in Ruanda. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter registrieren Neuankömmlinge an verschiedenen Ankunftsorten, in zwei Übergangslagern und in einem dauerhaften Camp. Sie leisten Erste Hilfe, psychosoziale Unterstützung, stellen wichtige Gebrauchsgegenstände zur Verfügung und helfen getrennten Familienmitgliedern, Kontakt zu ihren Angehörigen  aufzunehmen.

In Burundi hat das Rote Kreuz drei mobile Erste Hilfe Teams in der Hauptstadt Bujumbura stationiert. Diese Teams leisten Erste Hilfe und bringen Verletzte in Krankenhäuser.

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