Zuflucht und Zusammenführung von Familien

Das Flüchtlingszentrum in Kovachevtsi, Bulgarien ist ein Ort der letzten Zuflucht; ein Zuhause für diejenigen, denen Verfolgung oder eine andere Gefahr bei der Rückkehr in die Heimat droht. Hier haben der 37jährige Mohammed, seine Frau Zahra und ihre vier Kinder eine Zufluchtsstätte vor den Kämpfen in Syrien gefunden. Sie kamen am 13. November nach Bulgarien.

Das Flüchtlingszentrum in Kovachevtsi, Bulgarien ist ein Ort der letzten Zuflucht; ein Zuhause für diejenigen, denen Verfolgung oder eine andere Gefahr bei der Rückkehr in die Heimat droht. Hier haben der 37jährige Mohammed, seine Frau Zahra und ihre vier Kinder eine Zufluchtsstätte vor den Kämpfen in Syrien gefunden. Sie kamen am 13. November nach Bulgarien.

Die Reise, sagt Mohammed, war kalt und gefährlich und sein Sohn Hamudi wurde bei der Abreise aus der Türkei sehr krank. „Der Kleine hustete die ganze Zeit, er hatte hohes Fieber und, was die Situation noch schlimmer machte, haben wir uns im Wald verirrt“ Die Familie irrte stundenlang in der Dunkelheit umher, erreichte aber letztendlich eine Polizeistation an der bulgarischen Grenze.

Am nächsten Morgen wurde Hamudi von einem Arzt untersucht und mit seiner Mutter zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Rest der Familie blieb auf der Polizeistation und wurde dann in ein Flüchtlingslager gebracht. Die Trennung war schwierig. „Wie Sie wissen nehmen sie uns das Telefon in Polizeigewahrsam ab“ sagt Mohammed. „Acht Tage lang hatte ich keinen Kontakt mit meiner Frau und meinem Kind und niemand konnte mir sagen, was mit ihnen passiert ist“

In Kovachevtsi traf Mohammed auf Angestellte und freiwillige Mitarbeiter des Bulgarischen Roten Kreuzes, die sich seine Geschichte anhörten und sich daran machten, die Familie wieder zusammenzuführen. Sie waren insgesamt 11 Tage getrennt. Das Rote Kreuz konnte auch einen Rollstuhl für den ältesten Sohn des Paares organisieren, er leidet an zerebraler Kinderlähmung und hat Schwierigkeiten beim Gehen.

Mohammed sagt, er habe sich entschieden, die schwierige Reise aus Syrien zu machen, nachdem sie zwei Jahre im Belagerungszustand gelebt hatten und es unmöglich wurde seiner Arbeit als Automechaniker nachzugehen. Auch die medizinische Versorgung für das kranke Kind wurde immer schwieriger. „Wir möchten in Syrien leben, aber es gibt kein Leben mehr in Syrien. Deshalb sind wir nach Bulgarien gekommen und wir sind der bulgarischen Regierung dankbar, dass sie uns aufnehmen. Das Wichtigste ist, dass wir es geschafft haben, unsere Kinder zu retten, alles andere kommt später“.

Das Bulgarische Rote Kreuz verteilt Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter in Flüchtlingsunterkünften und bereitet einmal wöchentlich eine warme Mahlzeit für die Bewohner zu. Freiwillige des Jugendrotkreuzes besuchen die Camps jede Woche und verbringen einige Stunden mit den Flüchtlingskindern, bieten psychologische Hilfe und Lernspiele an. Die Arbeit der Familienzusammenführung hat ermöglicht, dass 56 Flüchtlinge ihre Familien kontaktieren konnten.

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